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Weltweiter Gebetstag für verfolgte Christen am 13. November 2011

Betet gemeinsam für Christen, die ihren Glauben nicht so frei ausleben dürfen wie wir oder sogar verfolgt werden und um ihr Leben fürchten müssen.
Wir unterstützen die gemeinsame Aktion von u. a. der Evangelischen Allianz (www.ead.de) und OpenDoors (www.opendoors-de.org) und wollen auf den Weltweiten Gebetstag für verfolgte Christen am 13. November 2011 (offizieller Ausweichtermin 6.11.10) aufmerksam machen!
Dieses Jahr wird insbesondere für die Maghreb*-Staaten Algerien, Tunesien und Marokko gebetet. Zudem auch noch für Eritrea und Pakistan...
*Unter Maghreb oder Maghrib (arabisch al-maghrib ‚der Westen‘) versteht man vor allem die drei nordafrikanischen Staaten Tunesien, Algerien und Marokko. Manchmal werden noch Libyen und Mauretanien dazugezählt. Die 5 Staaten bilden seit 1989 die Arabische Maghreb-Union.
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Demokratische Volksrepublik Algerien (Maghreb) |
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2.382.000 km², davon 80% Wüste Sahara
35,5 Mio.
Algier 2,8 Mio.
Araber 70%; Berber 22,8%; Beduinen 6%
Muslime 97,3%; Nichtreligiöse 2,4%; Christen 0,3%
(Evangelikale 65.000; offizielle Protestanten 10.000;
Katholiken 4.000; Orthodoxe 1.000)
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Hintergrundinformationen: Algerien war 132 Jahre lang französische Kolonie und wurde nach blutigem
Befreiungskrieg 1962 unabhängig. Ein sozialistisches Ein-Parteien-Regime
herrschte die folgenden 30 Jahre. In demokratischen Wahlen siegte 1992 die
Islamische Erweckungspartei, woraufhin die Armee die Macht übernahm und
die Islamisten unterdrückte. In dem sich anschließenden Bürgerkrieg mit bis
zu 200.000 Toten, hatten die wenigen Christen unter Gewalt von beiden Seiten
zu leiden. Seit 2000 gilt ein Waffenstillstand und seit 2005 ein nationales
Wiederaufbau- und Versöhnungsprogramm. Im Jahr 2004 wurde Präsident
Bouteflika durch Wahlen mit großer Mehrheit im Amt bestätigt. Seit Dezember
2010 kommt es jedoch auch in Algerien immer wieder zu Demonstrationen, auf
denen ein demokratischer Wandel gefordert wird. Die sunnitischen Muslime sind
in radikale Fundamentalisten und säkularisierte Muslime gespalten. Die islamischen
Fundamentalisten arbeiten massiv auf die Einführung des islamischen
Rechts (Scharia) hin. Die 160jährige christliche Missionsarbeit trägt neuerdings
erstmals Früchte. Vielleicht ist das der Grund, warum sich derzeit die rechtliche
Lage der Christen verschärft. 1976 wurden den einheimischen Katholiken
alle Schulen weggenommen. Damit begann eine stetige Abwärtsentwicklung.
„Wer seine Religion ausübt, lebt in Algerien gefährlich – zumindest wenn er
kein Muslim ist. Das namhafteste Opfer einer breiten Kampagne gegen die
Christen im Land ist der katholische Priester Pierre Wallez. Er wurde am 30.
Januar 2008 zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. Das Vergehen des
französischen Geistlichen: Er hatte für illegale Einwanderer aus Schwarzafrika
die Messe gelesen.“ (Der Standard, Wien, 19.2.2008)
Artikel 5-11 der Verwaltungsvorschrift 06-03 von 2003 legt fest, dass jede Art
der Religionsausübung im Land nur mit staatlicher Erlaubnis zulässig ist. Dies
gilt auch für Muslime, sodass nur vom Staat eingesetzte Imame Moscheen leiten
dürfen, wie eine Änderung des Strafgesetzbuches von 2001 ausdrücklich
festlegt. Die Aufforderung zum Religionswechsel gilt als Straftat und kann
mit bis zu 3 Jahren für Laien und bis zu 5 Jahren für religiöse Führer bestraft
werden. 2006 wurde das Gesetz nach Konsultation mit den muslimischen
Führern (nicht aber den Betroffenen) nochmals verschärft und schließt nun
das Verbot des Drucks und der Verbreitung von Literatur ein, die zum Proselytisieren
verwendet werden könnte. Ein Christ, der seinem Nachbar eine CD
mit religiösem Inhalt weitergab, wurde am 25.5.2011 zu 5 Jahren Haft und
einer Geldstrafe verurteilt. Bisher haben nur Katholiken, Reformierte und Adventisten
die Erlaubnis bekommen, für Ausländer Gottesdienste abzuhalten.
Muslime, die zum Christentum übertreten, tun dies deswegen praktisch immer
heimlich.
Als Anfang 2010 eine evangelische Kirche in Tizi-Ouzou von muslimischen
Extremisten abgebrannt wurde, schritt die Polizei nicht ein. Am 22.5.2011
verfügte die Regierung in der Provinz Bejaja, dass alle nichtmuslimischen registrierten
Gebetsstätten sofort zu schließen sind, darunter 7 protestantische
Kirchen. Eine Rücknahme der Anordnung scheint aber möglich. Immer wieder
werden Christen wegen angeblichem Proselytismus und Blasphemie verhaftet.
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Republik Tunesien (Maghreb) |
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Völker:
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154.530 km²
10,4 Mio.
Tunis 766.000
Araber 97,8%; Berber 1,9%
Muslime 99,4%; Nichtreligiöse 0,3%; Christen 0,22%
(Katholiken 21.000, Protestanten 1.800 (2/3 Evangelikale),
Orthodoxe 300)
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Hintergrundinformationen: Seine Unabhängigkeit erlangte das Land 1956. Von 1956 bis 2011 wurde es
autoritär von der Einheitspartei Neo Destour/RCD regiert; seit 1989 unter
Präsident Ben Ali. In der sogenannten Jasminrevolution wurde er Anfang
2011 gestürzt und musste das Land verlassen. Bis zur Wahl, die voraussichtlich
im Oktober 2011 sattfindet, wird Tunesien von einer Übergangsregierung
regiert. Das tunesische Volk ist relativ säkular eingestellt. Staatliche
Institutionen bekämpften den politischen Islam, gingen aber auch hart
gegen christliche Mission vor. Die Lage besserte sich in den vergangenen
Monaten. Allerdings sind auch die Anführer der radikalen Muslime aus dem
europäischen Exil zurückgekehrt und versuchen ihren Einfluss auszubauen.
Derzeit ist es kaum möglich einzuschätzen, in welche Richtung sich das
Land entwickeln wird.
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Königreich Marokko (Maghreb) |
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Völker:
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459.000 km²
33 Mio.
Rabat/Salé 1,8 Mio., daneben Casablanca 3,3 Mio.
Araber 57,7%; Berber 41,4%
Muslime 99,88%; Christen 0,09% (Katholiken 23.000,
Protestanten 6.200 (3/4 Evangelikale), Orthodoxe 100)
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Hintergrundinformationen: König Mohammed VI. liberalisiert das Land seit seinem Amtsantritt 1999.
Allerdings nehmen seit 2010 auch die Repressionen gegen Regierungskritiker
wieder zu. Ausländische Christen und Juden werden geduldet; die etwa
2.000 einheimischen Christen jedoch nicht. Wegen des Vorwurfs, Mission zu
betreiben, mussten 2010 über 150 ausländische Christen das Land verlassen.
Christliche Sozialwerke wurden geschlossen. Die Medien hetzen gegen
die Christen. Viele Spitzel arbeiten für die Polizei und gegen die einheimischen
Gemeinden.
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Gebet für den Maghreb |
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Unser Herr Jesus Christus, der Du der Friedensfürst bist, schenke dem ganzen
Maghreb Frieden und Freiheit. Schenke Du, dass die gegenwärtigen
Unruhen den Maghreb nicht ins Chaos stürzen, sondern zu gerechten Regierungen
führen, die auch die Verfolgung der Christen beenden. Gib diesen
Mut, Dich zu bekennen, aber auch die Weisheit, wie sie es am besten tun
und was sie dazu beitragen können, dass nicht Gewalt, sondern Frieden und
Gerechtigkeit siegen. Amen. |
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Eritrea |
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121.100 km² (etwa ein Drittel von D)
5,2 Mio.
Asmara 683.000; Verstädterung 27%
10 einheimische Völker, davon 3 semitische 72,5%
(darunter Tigrinya 45%, Tigre, 24%); 4 kuschitische
18%; 2 sudanesische Völker 5,1%, Araber 7,8%
Muslime 50,3%; Christen 47,3% (Orthodoxe 41,9%;
Katholiken 3,4%; Protestanten 1,7%, darunter
111.000 Evangelikale); Nichtreligiöse (1,8%); Stammesreligionen
(0,56%)
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Hintergrundinformationen: Eritrea war von 1890 bis 1941 eine italienische Kolonie und gehörte seit
1951 zu einem von der UNO arrangierten Staatenbund mit Äthiopien. Der
Unabhängigkeitskrieg Eritreas begann 1961 durch den Aufstand marxistischer
Befreiungsbewegungen. Seit 1993 ist Eritrea unabhängig. Präsident Afewerki
regiert den marxistischen Ein-Parteien-Staat. Der Wiederaufbau nach der Unabhängigkeit
wurde durch einen verheerenden Grenzkrieg mit Äthiopien von
1998 bis 2000 unterbrochen. Die Regierung sieht Demokratie als Bedrohung
der Einheit der Nation an. Eritrea gilt als eines der Länder mit der höchsten
Zahl an Menschenrechtsverletzungen anteilig an der Bevölkerung.
Offiziell anerkannt sind der sunnitische Islam, die Eritreisch-Orthodoxe Kirche,
Katholiken und Lutheraner. Seit 2002 werden alle anderen religiösen
Gruppen schwer verfolgt und auch die offiziell anerkannten Gruppen bekommen
zunehmend Schwierigkeiten. Beispielsweise werden sowohl ihre Finanzen
als auch ihre Personalentscheidungen streng kontrolliert. 2005 setzte
die Regierung den ihr missliebigen Patriarchen ab und ernannte einen ihr
genehmeren. Der Bericht über Religionsfreiheit der US-Regierung listet viele
Beispiele für grundlose Verhaftungen von Hunderten von Pfingstlern,
Orthodoxen und Zeugen Jehovas auf.
Als Eritrea 1993 unabhängig wurde, genossen alle Christen eine große Freiheit.
Die Verfassung von 1997, die grundsätzlich Religionsfreiheit garantiert,
wird jedoch seit dem Jahr 2002 weitgehend ignoriert. Minderheiten,
wie Christen aus evangelischen Freikirchen, werden mit brutaler Härte verfolgt.
Infolge der Kontrollen der Regierung und massiven Einschränkungen
der Kommunikation ist es schwer feststellbar, wie viele Christen es tatsächlich
im Land gibt. Christen, die sich außerhalb der registrierten Kirchen
versammeln, werden massiv bedrängt, benachteiligt und verfolgt. Sie verlieren
ihren Job und werden in Gefängnisse gesperrt. Soldaten, von denen
bekannt wird, dass sie Christen sind, werden in Container gesteckt. Leiter
und Mitarbeiter werden vom Geheimdienst überwacht und abgehört. Trotzdem
treffen sie sich in kleinen Gruppen im Untergrund, in ständiger Gefahr,
entdeckt und verhaftet zu werden.
Derzeit werden landesweit 1.500–2.000 Christen ohne Gerichtsurteil in Kellergefängnissen
und Schiffscontainern festgehalten. Am 3.7.2011 wurden
35 weitere Christen verhaftet. Die Hitze und der Mangel an Essen und Trinken
machen ihnen sehr zu schaffen. Viele sind in miserabler körperlicher
Verfassung. Die Regierung pflegt Gefangene kurz vor ihrem Tod zu entlassen,
um sich der Verantwortung zu entziehen. Zurück in der Freiheit leiden
sie noch monatelang physisch und psychisch unter den Folgen.
In ihrer unter dem Titel „Mein Lied klingt aus der Nacht“ (Brunnen Verlag)
erschienenen Biografie beschreibt die eritreische Sängerin Helen Berhane,
wie sie von 2004 an 30 Monate lang ohne Anklage in einem Metallcontainer
des Militärcamps Mai-Serwa nördlich der Hauptstadt Asmara gefangen
gehalten und schwer gefoltert wurde, bis ihr die Flucht in den Sudan gelang
und sie in Dänemark Asyl erhielt.
Gebet:
Unser Herr Jesus Christus, der Du der Frieden der Welt bist und Frieden mit
Gott geschaffen hast, schenke Du den Menschen in Eritrea Frieden nach
außen, Frieden ihrem Herzen und Frieden mit Dir. Wir bitten Dich, dass
die kriegerischen Handlungen über die Grenze nach Äthiopien und Sudan
ein Ende haben und es ein Ende hat, dass Menschen in den Militärdienst
gezwungen werden.
Wir bitten Dich für Bewahrung derer, die sich heimlich treffen, um Dir zu
dienen. Wir bitten Dich, dass Du die Angehörigen der Gefangenen tröstest
und schenkst, dass die über 1.500 Christen aus den unmenschlichen Containern
und Kellern freikommen. Amen.
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Islamische Republik Pakistan |
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Fläche:
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796.095 km² (etwa doppelt so groß wie D)
185 Mio.
Islamabad; größte Stadt: Karachi (18 Mio.)
Urdu Muslime (30%), Jats (16%), Sindhi (15%),
Paschtunen (14%), Bengalis (7%), Baschtunen
(4%), dazu 1,3 Mio. Flüchtlinge aus Afghanistan
Muslime (95,8%, bis 1/5 davon Schiiten), Christen
(2,5%), Hindus (1,6%)
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Hintergrundinformationen: Das pakistanische Gesetzbuch sieht für Gotteslästerung die Todesstrafe vor.
Der entsprechende § 295 wurde 1991 verschärft und besagt, dass im Falle
von Blasphemie gegen den Islam oder den Propheten Mohammed nur auf
Freispruch oder Todesurteil erkannt werden kann. Der Sturz des Ministerpräsidenten
Nawaz Sharif im Oktober 1999 beendete den wachsenden Einfluss
fundamentalistischer Muslime. Aber eine schon veröffentlichte Anordnung
der neuen Militärregierung und des 1999 – 2008 herrschenden Generals Pervez
Musharraf, die den Missbrauch des Blasphemiegesetzes einschränkte,
wurde auf Druck islamischer Geistlicher wieder zurückgezogen.
Verhaftungen und Todesurteile aufgrund dieses Paragrafen bedrohen jeden
Christen, zumal Verleumdung an der Tagesordnung ist. Häufiger wurden angeklagte
Christen zwar vom Obersten Gerichtshof schließlich freigesprochen,
jedoch kurz darauf vom Mob auf der Straße umgebracht. Ansonsten
sind es eher muslimische Extremisten als Justiz und Regierung, die die
Religionsfreiheit brutal ersticken. Islamische Fundamentalisten wie die Taliban
bilden eine kleine Minderheit, gewinnen aber täglich mehr Einfluss.
Die zunehmende Anwendung der Scharia im alltäglichen Leben bedroht
die Religionsfreiheit von Christen und Hindus, aber auch von nichtsunnitischen
Muslimen wie Schiiten und Ahmadiyya. Dennoch nimmt die Zahl
der Christen zu. 2009 hatte eine große Anzahl von gewalttätigen Muslimen
eine christliche Kolonie in Gojra heftig attackiert. Mit Spezialsprengstoff
hatten sie 60 Häuser demoliert und acht Christen ermordet. Manche von
den Getöteten und Verletzten wurden bei einem Fluchtversuch mit Benzin
übergossen und angezündet. 70 militante Muslime mit Verbindungen zur
pakistanischen al-Qaida waren wegen des Überfalls angeklagt, wurden aber
alle freigelassen.
Am 2.6.2011 wurden etliche in U-Haft befindliche Christen nach fast zwei
Monaten Haftzeit auf freien Fuß gesetzt und die Ermittlungen gegen sie
eingestellt. Die gegen die Christen erhobenen Vorwürfe der Blasphemie
wurden von der Polizei gründlich untersucht, was selten genug geschieht.
Die Untersuchungen ergaben, dass es keinen Anhalt dafür gab, dass die
beschuldigten Christen eine Seite des Korans verbrannt oder blasphemische
Aussagen gegen Mohammed niedergeschrieben hätten. Allerdings können
die aus der Haft Entlassenenen nicht in ihre eigenen Häuser zurückkehren.
Für weltweites Aufsehen sorgte die Verurteilung von Asia Noreen (auch Asia
Bibi genannt) im November 2010. Die Christin wurde aufgrund der Blasphemiegesetze
zum Tode verurteilt. Sie soll in einem Streit mit anderen Frauen
über Religion den islamischen Propheten Mohammed beleidigt haben. Die
Mutter von fünf Kindern beteuert ihre Unschuld. Sie sitzt derzeit noch in
Haft. Ihre Familie musste aus Angst vor Übergriffen untertauchen.
Zwei hochrangige Politiker mussten ihre öffentliche Kritik an den Gesetzen
und ihr Eintreten für Asia Noreen bereits mit dem Leben bezahlen. Der
pakistanische Minderheitenminister Shahbaz Bhatti hatte sich, ebenso wie
der Gouverneur der Provinz Punjab Salman Taseer, für die Freilassung von
Noreen und gegen die berüchtigten Blasphemiegesetze eingesetzt. Beide
Männer wurden in diesem Jahr auf offener Straße ermordet.
Gebet:
Vater im Himmel, wir bitten Dich für die Christen in pakistanischen
Gefängnissen, die in Angst auf ihr Urteil oder auf die Vollstreckung der
Todesstrafe warten oder aber fürchten, dass sie der Lynchjustiz zum Opfer
fallen. Stärke und tröste Du sie und lass sie ein Zeugnis Deiner Liebe und
Deines Friedens sein. Wir bitten Dich auch besonders für ihre Frauen und
Kinder, dass sie die Sorge um ihre Ehemänner und Väter und den Schmerz
des Verlustes verarbeiten können und nicht bitter auf Dich werden, sondern
sich nur noch mehr an Deine Liebe klammern. Und sorge Du bitte dafür, dass
Justiz und Regierung dem Treiben der Extremisten deutlicher entgegentreten
und den Gotteslästerungsparagrafen entschärfen. Amen.
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Man kann sich das Geschriebene auch in einer pdf-File runterladen und verbreiten, ausdrucken oder ähnliches:
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Weltweiter Gebetstag für verfolgte Christen am 13. November 2011 (o. 6.11.11): |
wgfvch11.pdf (pdf; 345 KB)
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Weltvervolgungsindex - Link zu OpenDoors: |
www.opendoors-de.org
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Link zu OpenDoors (Möglichkeit Material für Gottesdienst, Kinderstunde, usw. zu bestellen) |
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(Quelle: Alle Informationen (die Texte) und Bilder mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Evangelischen Allianz und OpenDoors, Mehr Infos unter: http://www.ead.de/gebet/gebetstag-fuer-verfolgte-christen)
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